Mutter Erde

Earth Hour: Was passiert, wenn wir das Internet für eine Stunde abschalten?

März 2017

Wie jedes Jahr seit 10 Jahren lädt die Initiative Earth Hour die ganze Welt ein, das Licht aus- und den Strom abzuschalten, und zwar bei sich zu Hause, auf der Arbeit, in den Straßen, um so Bewusstsein zu schaffen und den Klimawandel ins Zentrum der Diskussionen zu rücken. In diesem Jahr geschieht dies am Samstag, dem 25. März, um 20.30 Uhr.

Die vom World Wild Fund initiierte Bewegung Earth Hour regt jeden Einzelnen dazu an, über die Auswirkungen seiner persönlichen Entscheidungen und die koordinierten Bewegungen auf den Klimawandel nachzudenken.  Den Strom eine Stunde lang abschalten und letztlich seine Energieverbrauchsgewohnheiten dauerhaft ändern: das ist das Ziel!

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Internet und e-Commerce: im Zentrum der Initiative

Back Market, ein Akteur der Kreislaufwirtschaft und des bewussten Konsums, schließt sich dieser Verpflichtung an. Im Bewusstsein um die enormen Auswirkungen von e-Commerce und Internet im Allgemeinen auf die Umwelt engagiert sich das Unternehmen auch bei dieser “Off”-Stunde, und bleibt dabei offen für die Entwicklung der Konsumarten.

Die Initiative Earth Hour entspricht unserer Denkweise: Wir möchten die Menschen nicht dazu bringen, mit einem handbetriebenen Plattenspieler und der Gesamtausgabe von Karel Gott als einziger abgeschieden in einer Hütte zu leben. Wir schlagen ihnen nur vor, vom Konzept der vorprogrammierten Alterung und der Aufforderung, alle 6 Monate ein neues Smartphone zu kaufen, Abstand zu nehmen”, erläutern die Gründer von Back MarketAuch die Initiatoren von Earth Hour geben sich nicht als das Internet verachtende Revolutionäre: Es handelt sich um eine Einladung, den hemmungslosen Energiekonsum (und darüber hinaus die Art und Weise, wie wir Kultur, Information usw. konsumieren) zu hinterfragen und zu einem etwas kontrollierteren, bewussteren Verhalten zu kommen.

 

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Unsere Alternative zu Neu

Der Energieverbrauch des Internets: schnell gefundene Sündenböcke und bedeutende Nebendarsteller

Jeder hat die Server als Schreckensbild der Energiediskussionen im Blick, doch auch der durchschnittliche Internetnutzer trägt seinen Teil bei (fast die Hälfte der verbrauchten Energie!). Und wenn es um die Großverbraucher geht, stellen tatsächlich einige Websites die bereits bekannten Verdächtigen wie Google und Facebook in den Schatten. Hier sind vor allem die großen Online-Verkaufsseiten zu nennen, die nicht nur Speicherzeit und Daten verbrauchen, sondern auch Lagerhallen belegen und besonders energiefressende Transport- und Kundenserviceleistungen anbieten.

 

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Die Websites, auf denen es um Videos geht (nicht nur um Texte und Bilder), zählen ebenfalls zu den schwarzen Schafen: Netflix (in Spitzenzeiten 10 % des Internetkonsums in Frankreich), YouTube, aber auch… Der gesamte Pornografiksektor, ein wichtiger Anbieter von Kurz- und Langfilmen, deren Qualität umgekehrt proportional zu ihrem Energieverbrauch ist.

Sprechen wir konkret! Eine Stunde Internet weniger, was bedeutet das?

Wenn du dich eine Stunde lang nur auf Google-Suchen konzentrieren, investierst du so viel Zeit, wie man für die Produktion von 55 Tonnen Rindfleisch von A bis Z benötigen würde. Das wäre eine echte Explosion für dein Cholesterin.

Jede Stunde werden fast 18 Milliarden E-Mails gesendet (ohne Spam, die allein 10 Milliarden Sendungen pro Stunde ausmachen). Etwa 72.000 Tonnen CO₂ werden verbraucht, was mehr als 5.000 Umrundungen der Welt mit dem Flugzeug bedeuten würden.

Es ist unmöglich, die CO₂-Auswirkung der Zustellungen unserer Internetkäufe in einer Stunde zu berechnen, aber sie machen über 83 000 Fahrten mit dem Lkw (nach einigen tausend Kilometern per Flugzeug oder Fracht) aus. All dies nur dafür, dass du deinen Schnurrbartkamm, den Sie auf einer Website aus Brooklyn bestellt haben, schnellstmöglich in Ihrem Briefkasten wiederfinden.

 

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Dies gilt auch für soziale Netzwerke. In einer Stunde wird über 14 Millionen Mal der Status aktualisiert, es wird 48 Millionen gelikt, davon 30 Millionen Fotos allein auf Facebook. Auf Tinder gibt es über eine Million “Swipes“

Alles in allem werden Unmengen von CO₂ in einer Stunde verbrannt… Und es gibt viele Herausforderungen für uns. Die gute Nachricht ist, dass wir auf dieser Ebene entscheidend handeln können und müssen :).

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Autor*in

Christine DUDEK

Da grüne Technik genau ihr Ding ist, hat Tine angefangen bei Back Market zu arbeiten. Sie ist immer auf der Suche nach spannenden Neuigkeiten rund um das Thema Technik und wenn sie nicht gerade recherchiert, verbringt sie ihren Tag am liebsten am Meer.

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