IWOP, die leuchtende Idee

Es stimmt, dieses Wortspiel stammt aus den 1930er Jahren, aber ganz ehrlich, als wir gelesen haben, dass ein Spanier eine Glühbirne mit einer Lebensdauer von 100 Jahren versprach, wurde bei Back Market Freudenfeuer gezündet, um das Ende der programmierten Veralterung zu feiern.

Denn genau dies ist der Hintergrund des Kampfes von Benito Murros, dem Erfinder dieser Glühbirne und Vorreiter der spanischen Bewegung “Sin obsolescencia programada”. Seine kleine IWOP für “I, without OPsolescence” verspricht, ein Leben lang zu halten und unseren Weg hin zu einem vernünftigen Verbrauch zu erleuchten.  Schön wie Don Quichotte.

Eine einfache Technologie mit qualitativ hochwertigen Materialien

Das Versprechen von Benito? Qualitativ hochwertige Materialien und technische Bestandteile ermöglichen unter anderem eine optimale Nutzung und Reparatur der Glühbirne, was bisher undenkbar war.
Sie verbraucht 3,5 Watt mit der LED-Technologie, kann aber wie eine Glühbirne von 90 Watt erleuchten. Zudem ermöglicht sie eine Reduzierung um 70 % der Kohlendioxid-Emissionen. Ah ja, sie wird in Spanien hergestellt.

Das Ende der Wegwerf-Birnen?

Jedes Jahr werden weltweit 7 Milliarden Glühbirnen weggeworfen.

Zwar verspricht die IWOP eine außergewöhnliche Lebensdauer und eine Energieersparnis von 68 % im Vergleich zu einer herkömmlichen LED-Lampe, doch ist sie bisher nur in Spanien erhältlich, in Form eines einzigen Modells zu einem Preis von  35 €.

Einige wissenschaftliche Kontroversen und einige saftige Polemiken um den Erfinder stören die Diskussion und stellen die wundersame Seite des Produkts in Frage. Doch hier berühren wir eine Frage, die wir alle sehr schnell begraben haben: Mehr bezahlen für ein qualitativ hochwertigeres Produkt, das letztendlich länger hält, wäre sinnvoller als irgendein minderwertiges Produkt zu wählen. Der Preis für die Qualität, das bedeutet ebenfalls richtige reparierbare oder ersetzbare Bestandteile und nicht zwei Plastikstücke, die so entworfen werden, dass sie nach X Nutzungen kaputt gehen.

Benito ist der Verdienst anzuerkennen, eine Debatte (wieder) auszulösen, die für alles integriert zu sein schien: Nein, es ist nicht normal, so häufig Wegwerf-Birnen zu benutzen und ja, Licht kann nachhaltig sein, ohne göttlich zu sein.

 

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