iPhone XS test

Wir testen das iPhone XS, ein gelungenes Update

2017 hat Apple uns mit dem iPhone X die lang ersehnte Neuheit vorgestellt, deren Design für alle neuen Modelle tonangebend werden sollte. Das iPhone XS und XS Max, das iPhone XR und sogar die neueren Modelle iPhone 11, 11 Pro und 11 Pro Max haben das kantenlose Display, die „edleren“ Materialien und die Face-ID-Technologie nahtlos übernommen. Doch wenn sich auch im Aussehen nicht viel geändert hat, hat jede neue Version eine ganze Reihe von Innovationen mit sich gebracht. Das iPhone XS macht da keine Ausnahme: mehr Leistung, bessere Fotos, geringerer ökologischer Fußabdruck. Das kann sich sehen lassen!

Gesamtbewertung Back Market
4.5/5
Leistung und Autonomie
4.1/5
Ergonomie und Design
5/5
Display und Anzeige
5/5
Multimedia
4.1/5
Umweltbelastung
3.5/5

Stärken

  • Tolles OLED-Display.
  • Voller Power.
  • Sehr schöne Fotos, vor allem bei Tageslicht.
  • Deutlich verringerte CO2-Emissionen im Vergleich zum iPhone X.

Schwächen

  • Immer noch enttäuschende Akkulaufzeit.
  • Kein Schnellladeadapter, keine Klinkenbuchse.
  • Änderungen, die insgesamt unauffällig bleiben.
  • Wenig Fortschritte bei Nachtaufnahmen.

Das iPhone X im Überblick

Abmessungen:

143,6 x 70,9 x 7,7 mm

Displaygröße:

5,8 Zoll

Displayauflösung:

2436 x 1125

Display:

OLED

Akkukapazität:

2658 mAh

SIM-Kartenformat:

Nano

Handy-Chip:

Apple A12 Bionic

Arbeitsspeicher (RAM):

4 GB

Gerätespeicher:

64 GB

Hauptkamera:

12 Megapixel

Frontkamera:

7 Megapixel

Gewicht:

177 g

Eindrucksvolle Leistung, aber hinterherhinkende Akkulaufzeit

4.1/5

Alles läuft prima

Wie das iPhone X davor und das iPhone 11 danach, stellt auch das iPhone XS einen neuen Chip vor: den A12 Bionic. Laut Apple bringt der Prozessor 15 % mehr Leistung und verbraucht dabei 40 % weniger Energie. Das bedeutet was? Alle Funktionen laufen schneller: die Apps öffnen sich bis zu 30 % schneller, selbst die leistungshungrigsten. Das iPhone XS mischt, verglichen mit den Handys von 2018, in Sachen Leistung ganz vorne mit – es schneidet besser ab als das Samsung Galaxy Note 9 und das Huawei P20. Im alltäglichen Gebrauch aber macht das nicht wirklich einen Unterschied.

Kann nicht mehr so lang wie früher

Andererseits wirken sich die Vorzüge eines geringeren Energieverbrauchs nicht auf die Akkulaufzeit aus. Hier schneidet das iPhone XS sogar noch schlechter ab als das iPhone X. Wahrscheinlich braucht dein Smartphone nach einem anstrengenden Arbeitstag am frühen Abend ein kleines Nickerchen. Und man muss schon mit gut 3 Stunden rechnen, bis es sich wieder erholt hat. Apple bleibt also zum Beispiel weit hinter einem OnePlus 6 zurück.

iPhone XS camera
iPhone XS photo

Ergonomie und Design: ein kleiner Zwillingsbruder

5/5

Nahezu identisches Design

Abmessungen, Diagonale und Bildschirmproportionen, Gewicht, Position der Tasten, Rückwand aus Glas und Chromränder, alles ist mehr oder weniger genauso wie beim iPhone X. Der einzige Unterschied ist, dass es eine neue Farbe gibt: Gold. Im Gegensatz zum massiven XS Max lässt sich das iPhone XS auch mit nur einer Hand einfach bedienen.

Das iPhone XS ist immer für kleine Hände geeignet

Ein paar diskrete Neuerungen

In Sachen Wasserdichtigkeit kannst du dein iPhone XS jetzt 30 Minuten lang in eine Tiefe von mehr als einem Meter tauchen. Man weiß ja nie, das könnte sich als nützlich erweisen.

Und dieses iPhone ist ausnahmsweise auch mal Dual-SIM-kompatibel. Dagegen gibt es keinen MicroSD-Port und auch wieder keine 3,5-mm-Klinkenbuchse, die schon seit dem iPhone 7 verschollen ist.

Bildschirm und Anzeige: alles wie bisher, nur ein bisschen besser

5/5

Auch hier bleiben wir auf vertrautem Boden. Dieselbe OLED-Technologie und dieselbe Gesamtqualität, die allmählich von der Konkurrenz eingeholt wird, besonders vom Galaxy Note 9 von Samsung. Der Bildschirm bleibt unter allen Bedingungen, auch bei direkter Sonneneinstrahlung, lesbar, hat aber weiterhin die etwas störende Kerbe am oberen Rand. Der äußerst reaktionsfreudige Bildschirm ist ein wahres Vergnügen.

Und wie steht’s mit Fotos, Video und Audio?

4.1/5

Fotoqualität leicht verbessert

Auf dem Papier hat das iPhone XS dasselbe 12-Megapixel-Modul wie das iPhone X. Es ist allerdings bei Offenblende reaktionsschneller und bei schlechten Lichtverhältnissen besser, ohne aber mit einem Huawei P20 mithalten zu können. Die neue Smart-HDR-Funktion, die standardmäßig aktiviert ist, jedoch jederzeit angepasst werden kann, ermöglicht die Kombination von 4 Aufnahmen in einer, um die Wiedergabequalität zu verbessern. Den Porträtmodus mit seiner Hintergrundunschärfe gibt es weiterhin. Die Intensität der Unschärfe lässt sich sogar noch nach erfolgter Aufnahme einstellen. Alles in allem ist die Kamera also sehr gut, bietet aber nichts wirklich Neues.

Hervorragende Video-Performance

In Sachen Video kannst du immer noch in 4K mit bis zu 60 FPS aufnehmen und in Full HD mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde. Das iPhone XS bietet ein hervorragendes Videoerlebnis, bei der Aufnahme genauso wie beim Betrachten. Wenn du dich dagegen im Selfie-Modus in Zeitlupe filmen möchtest, solltest du dich eher beim iPhone 11 Pro umsehen.

Enttäuschung in Sachen Audio

Im Audiobereich gibt es einiges zu verbessern. Der Kopfhörerausgang des Lightning-Adapters ist ganz passabel, mehr aber auch nicht, und dem Lautsprecher fehlt es an Balance.

Und was sagt der Planet dazu?

3.5/5
CO2-Emissionen: 3/5

70 kg CO2 pro Smartphone, das ist besser als beim iPhone X (79 kg), das nicht gerade ein Klassenprimus war, aber weniger gut als beim XR (62 kg) und dem iPhone 8 (57 kg).

Energieverbrauch: 4/5

Der Chip frisst weniger Energie als beim iPhone X, hier lässt sich eine echte Verbesserung verbuchen.

Materialien: 4/5

Wie beim X sind die 54 g Edelstahl, das recycelbare Material schlechthin, zu begrüßen; gegenüber dem X schlagen 2 g Kunststoff weniger zu Buche.

Reparierbarkeit: 3/5

Die Reparatur von Bildschirm und Batterie gestaltet sich weiterhin zufriedenstellend, aber man muss immer noch über spezielle Schraubenzieher verfügen, um das Gerät zerlegen zu können. Bei Glasbruch muss weiterhin das ganze Gehäuse ersetzt werden.

Stärken

  • Tolles OLED-Display.
  • Voller Power.
  • Sehr schöne Fotos, vor allem bei Tageslicht.
  • Deutlich verringerte CO2-Emissionen im Vergleich zum iPhone X.

Schwächen

  • Immer noch enttäuschende Akkulaufzeit.
  • Kein Schnellladeadapter, keine Klinkenbuchse.
  • Änderungen, die insgesamt unauffällig bleiben.
  • Wenig Fortschritte bei Nachtaufnahmen.

Dieses Modell aus dem Jahre 2018 ist ein Update des iPhone X, nicht mehr und nicht weniger. Aber wie dem auch sei: Die Qualität stimmt. Einziger Wermutstropfen: der Neupreis. Back Market ist da also wirklich die smartere Alternative.

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